RuhrZirkel / Fotograf: Frank Vinken.

Vom Gottes- zum Kulturhaus

Immer mehr Kirchen müssen schließen, einige werden alternativ genutzt, um den Abriss zu vermeiden. Dabei stellt sich besonders die Frage wo die Grenze zur Entweihung ist

Das gerade verstrichene Fest der Liebe ist – neben Hochzeiten und Taufen – für viele Menschen noch der einzige Anlass, zu dem sie in die Kirche gehen, wenn sie nicht sogar ganz austreten. Erstmals seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland ist die Zahl der Kirchenmitglieder unter 60 Prozent gesunken. So bleiben immer mehr Kirchen leer, und entsprechend fehlt das Geld für den Unterhalt. Die Institution Kirche ist deshalb gezwungen sich von zahlreichen Gebäuden zu trennen: Die erweiterte Nutzung, die Umnutzung durch Verkauf, Verpachtung oder auch ein Abriss sind praktizierte Lösungsansätze, wobei sich in vielen Fällen Bürger und Interessenverbände gegen den Abriss und für den Erhalt der oftmals geschichtsträchtigen Gebäude einsetzen.
2007 muss auch die St. Engelbert Kirche im Südviertel der Stadt Essen nach der Neustrukturierung der Gemeinden des Bistums Essen ihre Pforte schließen. Verschiedene Überlegungen für eine neue Nutzung des unter Denkmalschutz stehenden Kirchengebäudes werden angestellt.

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