Schwitzen mit Mehrwert

Saunabaden ist eines der beliebtesten Genussmittel – und wohl auch das gesündeste

„Man sei langsam im Genießen, schnell im Wirken: Denn die Geschäfte sieht man gern, die Genüsse ungern beendigt“, erkannte ein weiser spanischer Schriftsteller schon vor rund 500 Jahren. Wer auf Dauer viel leistet, effektiv und schnell sein will, muss sich im Gegenzug auch selbst belohnen können. Mit Dingen, die unsere Sinne ansprechen, Zeit und Stress ausblenden, uns einfach Mensch sein lassen – und damit wieder fit für eine effizienzgetriebene Welt machen. In unserer neuen Serie haben wir einige dieser Dinge für Sie ausfindig gemacht und tauchen ein in die verführerische Welt der Genüsse…
Passend zur Erkältungszeit starten wir mit einem Genussmittel, das sich – entgegen so manch anderer „Laster“ – sogar positiv auf die Gesundheit auswirkt: mit dem Saunabaden. Eine repräsentative Studie des Deutschen Sauna-Bundes im Frühjahr 2007 ergab, dass fast drei Viertel von über 23.000 Befragten gezielt zur Erkältungsvorbeugung saunierten. Weitere gesundheitliche Vorteile neben der Stärkung des Immunsystems sind die körperliche Erholung, die fast 80 Prozent der Studienteilnehmer nannten, und die psychische Entspannung in geselliger Gemeinschaft, die rund 60 Prozent schätzten.

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Gesundheit als Konsumgut

Auftakt zur neuen Serie: Überblick über den zweiten Gesundheitsmarkt

Gesundheit schätzt man erst, wenn man krank wird“, sagt ein altes deutsches Sprichwort. Auch heutzutage können wir das Konstrukt Gesundheit meistens erst in Verbindung mit Krankheit begreifen, denn einen intakten Körper und eine gesunde Seele nehmen wir im Alltag viel zu wenig wahr oder halten beides schlichtweg für selbstverständlich. Dennoch setzt sich in den Köpfen der wohlhabenden westlichen Weltbürger immer mehr die Erkenntnis durch, dass Gesundheit weitaus mehr ist als die Abwesenheit von Krankheit; ein Wandel von einer rein kurativen zu einer ganzheitlichen, auch präventiven Medizin vollzieht sich. So definiert die Weltgesundheitsorganisation WHO in ihrer 2009er-Verfassung Gesundheit als einen „Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen“. Sie betrachtet Gesundheit als ein bio-psycho-soziales Modell, das die Einbeziehung der kompletten Lebenssituation erfordert.

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Harmlos oder tickende Zeitbombe?

Zystische Tumore der Bauchspeicheldrüse

Erkrankungen an der Bauchspeicheldrüse (Pankreas: Abb. 1) nehmen in der westlichen Welt aufgrund unseres „guten Lebens“ und der zunehmend älter werdenden Bevölkerung stetig zu. Dabei haben Patienten mit einem Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) eine sehr schlechte Prognose und bislang können nur wenige Patienten geheilt werden. Aktuelle Beispiele sind der Star-Tenor Luciano Pavarotti und Patrick Swayze. Aufgrund der besseren diagnostischen Möglichkeiten nehmen zystische Veränderungen in der Bauchspeicheldrüse an Bedeutung zu. Diese werden häufig zufällig entdeckt und haben bei richtiger Diagnosestellung und Therapie im Gegensatz zum Pankreaskarzinom eine Heilungschance.
Zunächst einmal müssen diese zystischen Tumoren von den sogenannten „Pseudozysten“ unterschieden werden, die bei akuter oder einer chronischen Entzündung der Bauchspeicheldrüse (akute und chronische Pankreatitis) entstehen können. Von diesen Zysten geht keine bösartige Gefahr aus, brauchen aber eine spezielle interdisziplinäre Behandlung.

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